Schützengesellschaft Gailingen 1907 e.V.


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Chronik

Ein erneuter Start gelang hingegen am 18. Dezember 1961
Zum Teil sind es die alten Idealisten, inzwischen auch nach Jahren älter gworden, mit ihnen zusammen sind es neue Kräfte, jüngere Schützensportfreunde, die sich geloben, den Schützenverein 1907 wieder in ein helles Licht zu führen.In der Tat, mit ungeheurer Energie und seltener Tatkraft wird ein Werk begonnen, das Beachtung und Anerkennung findet. Das Wesentliche zur Ausübung des Schützensportes, der Schützenstand, fehlt noch, doch in zäher Arbeit wächst dieser zu einem ansehnlichen Bauwerk heran und stellt den Markstein in der Geschichte des Vereins dar. Der Motor ist der erste Vorstand des Vereins, Zahnarzt Albert Schreiber. Unter seiner Musterorganisation, getragen von einem einmaligen Bereitschaftsgeist, leistet die nicht sehr große Schar der Schützen ein gewaltiges Pensum an Arbeit und Opfer. Sowohl der Ankauf des sehr geeigneten Grundstückes bei der Bachbrücke, wie die Beschaffung des Baumaterials - das erforderliche Holz wird wie schon früher von der Gemeinde verfügbar gemacht-, sind Aufgaben, die gelöst werden, ohne das der Verein einen Pfenig sein Eigen nennen könnte. Welch großer Beweis ist das für die Zähigkeit und die Willenskraft der Schützenbrüder, und wie vielseitig sind die Sympathien, die dem Unternehmen in Form von Spenden und Sachleistungen zukommen! Das Werk steht, stolz erhebt sich das schmucke Schützenhaus mit seinen Anlagen zwischen Bäumen und Sträuchern. Einladend, Freundlichkeit und Geborgenheit ausstrahlend ist der Aufenthaltsraum, mit viel Geschmack eingerichtet, gut durchdacht und zweckmäßig die Schießanlagen, die nun bereit sind, all die Schützen aus Nahz und Fern aufzunehemen. Und nun stehen wir vor der Inbetriebnahme der Anlagen, freudig bewegt, stolz auf das Erzeugnis des Zusammenhaltes, der Bereitschaft und des uneigennützigen Einsatzes.
Ein Schützen und Heimatfest soll den Verein und seine Freunde, Die Bevölkerung Gailingens anlässlich der Einweihung des Standes zusammenführen und in einem Eröffnungs-Wettkampf werden sich die Schützen aus vielen Vereinen und Orten messen. Der Tag soll der Beginn einer neuen Ära des Schützenvereins 1907 sein, ihm sehen wir mit freudigen Herzens entgegen.

1963-1982 von Alex Schmelcher
Der Standeinweihung vom 01. - 03.06. 1963 war ein riesiger Erfolg beschieden. Auf dem Platz vor dem Schützenhaus wohnten bei schönstem Sonnenschein ca. 600 Personen der feierlichen Eröffnung bei. Der große Bus, zur Verfügung gestellt von unserem Schützenbruder Dr. Schmieder, brachte die vielen fröhlich gestimmten Gäste vom Dorf zum Schützenhaus und wieder zurück. Als Erinnerung konnte um einen Krug mit dem Motiv der Gailinger Kirche geschossen werden. 160 Krüge fanden ihre stolzen Besitzer.
Beim darauf folgenden 1. Kranzschiessen am 22./23. Juni 1963 fanden sich nicht mehr gar so viele Gäste ein.
Jedoch herrschte ein reger Schiessbetrieb an dem besonders viele Schützen aus den benachbarten Orten der Schweiz teilnahmen.
Mit dem Ertrag dieser Feste konnte bereits ein Teil der Schuldenlast getilgt werden. Nach der gelungenen Einweihung nahmen die Aktiven des Vereins den Schiessbetrieb mit beachtlichem Erfolg auf. Vor allem erfahrene Schützen wie Bardo Baumann und Harry Auer belegten in manchen Wettbewerben die ersten Plätze und ernteten Ruhm und Ehre für die Schützengesellschaft Gailingen.
1964 wurde beschlossen ein Volkspreisschiessen durchzuführen. Die Gailinger Bevölkerung und die Patienten der Klinik folgten der Einladung mit Begeisterung. Das Fest hat bis heute seinen Stammplatz im Gailinger Dorfleben gefunden und wir möchten die Gelegenheit benutzen, der Bevölkerung unseren Dank für die Treue auszusprechen.
Ebenfalls 1964 wurde im Schützenhaus das elektrische Licht installiert.
Freundschaftliche Beziehungen, verbunden mit sportlichem Schießen, wurde in den folgenden Jahren zu anderen Vereinen und der Bundeswehr geknüpft. Viele schöne Anlässe führten wir durch, an denen Sportsgeist und Kameradschaft gleichermaßen gepflegt wurden. Besonders gerne erinnern wir uns an unsere Besuche in der Kaserne Sigmaringen und auf dem Stettener Schießplatz mit anschließender Feldverpflegung. Ausflüge wurden unternommen, z.B. in den Kaiserstuhl, nach München und ins Allgäu, der Heimat unseren lieben Bardo Baumann.
An dieser Stelle muss jedoch gesagt werden, dass zu Recht Klagen der Gailinger Aktiven laut wurden, dass die anfallenden Arbeiten immer von den gleichen Mitgliedern verrichtet worden müssten.


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